Dieser Artikel wurde ursprünglich auf Englisch veröffentlicht.
Die 6 besten europäischen Alternativen zu Jira & Confluence
6 europäische Alternativen zu Jira und Confluence 2026 – verglichen nach digitaler Souveränität, KI, Migration und Kosten.


Mit mehr als 120.000 Kunden ist die EMEA-Region ein zentraler Markt für Atlassian und steht für rund 40 % des weltweiten Umsatzes des Unternehmens. Für einen großen Teil dieser Kunden sind Jira und Confluence seit einem Jahrzehnt schlicht die Antwort auf die Frage: „Wie verfolgen wir unsere Arbeit und dokumentieren sie?“
Geändert haben sich jedoch die Kosten für den Verbleib. Atlassian hat am 30. März 2026 den Verkauf neuer Data-Center-Abonnements eingestellt. Bestehende Kunden können ihre Abonnements nur noch bis zum 30. März 2028 verlängern, und am 28. März 2029 erreicht das Produkt endgültig sein End-of-Life. Einen von Atlassian bereitgestellten Migrationspfad von einer Data-Center-Instanz in etwas anderes als die Atlassian Cloud gibt es nicht.
Auch die Cloud-Preise steigen weiter: Zum 15. Oktober 2025 erhöhte Atlassian die Listenpreise für Jira und Confluence Cloud um 5 bis 10 % (Standard +5 %, Premium +7,5 %, Enterprise +7,5–10 %). Gleichzeitig werden Kundendaten in AWS-Regionen unter einem Unternehmen verarbeitet, das unabhängig vom Standort der Server weiterhin dem US CLOUD Act unterliegt. Genau diese Abhängigkeit veranlasst viele europäische Unternehmen, sich nach Alternativen umzusehen.
Die meisten Marktübersichten sind bloße Verzeichnisse, keine echten Bewertungen: Oft werden 8 bis 22 Namen nach einem DSGVO-Siegel sortiert, ohne die Kriterien zu prüfen, die für eine Beschaffungsentscheidung wirklich zählen. Dieser Artikel testet direkt sechs Plattformen, die als Ersatz für Jira und Confluence entwickelt wurden.
Die wichtigsten Erkenntnisse
„Europäische Alternative“ beschreibt eine Marktposition, kein Leistungsspektrum
EU-Hosting und DSGVO-konforme Positionierung gehören bei fast allen Plattformen auf dieser Liste inzwischen zum Standard. Die wirklichen Unterschiede zeigen sich bei der Governance von KI, den Migrationstools und der Frage, ob eine Plattform sowohl Ticketing als auch Dokumentation nativ abdeckt oder dafür einen zusätzlichen Partner benötigt.
Nur sovara vereint Ticketing und ein vollwertiges Wiki nativ
OpenProject, YouTrack und easy8 fokussieren sich primär auf das Aufgabenmanagement mit einem einfacheren Wiki: Das Wiki von OpenProject ist projektbezogen und keine eigenständige Wissensdatenbank, YouTrack verfügt über kein eigenes Wiki-Modul, und das auf MediaWiki basierende Wiki von easy8 ergänzt das Ticketing als zweiter Bestandteil.
XWiki und Phonemos stehen auf der anderen Seite derselben Lücke: Sie sind in erster Linie Wiki-Lösungen ohne native agile Boards. XWiki ergänzt diese Ebene über ein kostenpflichtiges OpenProject Enterprise Add-on, das mit Version 17.6 im Juli 2026 veröffentlicht wurde. Dabei werden Work Packages mit einer separaten XWiki-Instanz verknüpft, anstatt beide Funktionen in einer Plattform zusammenzuführen. Phonemos wiederum integriert externe Jira- oder YouTrack-Instanzen, ersetzt diese jedoch nicht vollständig.
Beim Thema KI teilt sich das Feld in drei Gruppen
Mehrere Plattformen bieten KI-Funktionen derzeit als Beta-Version an oder haben sie auf ihrer kurzfristigen Roadmap – jeweils mit unterschiedlichen Ansätzen bei der Datenverarbeitung. easy8 macht seine KI-Assistenten beispielsweise von der gewählten Preisstufe abhängig.
Nur sovara kombiniert vollständige Datensouveränität mit produktiv einsetzbarer KI und einer Bring-Your-Own-AI-Option, die für einzelne Funktionen konfiguriert wird, anstatt vom Anbieter standardmäßig vorgegeben zu sein.
Die Migrationstools unterscheiden sich selbst unter den stärksten Kandidaten deutlich
Der offizielle Jira Migrator von OpenProject wurde mit Version 17.4 im Mai 2026 eingeführt und seitdem kontinuierlich erweitert. In der aktuellsten Version importiert er jedoch weiterhin nur aus Jira Server und Data Center, nicht aus Jira Cloud. Einen Confluence-Importer gibt es ebenfalls noch nicht.
Das sollte man wissen, bevor man davon ausgeht, dass „Open Source“ automatisch bedeutet, dass sich bestehende Daten einfach migrieren lassen.
Die tatsächlichen Preise reichen von unter 2 € bis über 25 € pro Nutzer und Monat
Die meisten dieser Plattformen rechnen pro Nutzer ab. Die Gesamtkosten verändern sich also mit der Anzahl der Nutzer.
sovara ist hier der Ausreißer: Statt eines Preismodells pro Nutzer gibt es eine unternehmensweite Lizenz. Für Organisationen mit vielen externen Nutzern oder Auftragnehmern verändert das die Kalkulation grundlegend.
sovara ist die einzige Plattform auf dieser Liste, die sowohl bei Souveränität als auch bei KI vollständig überzeugt
Alle anderen Optionen gehen bei einem der beiden Themen Kompromisse ein: entweder umfassende KI ohne einen souveränen Betriebsweg oder vollständige Souveränität mit KI-Funktionen, die noch in der Beta-Phase sind oder nur in bestimmten Preisstufen verfügbar sind.
Wie wir diese Alternativen verglichen haben
Jede dieser Plattformen wurde anhand derselben sechs Kriterien bewertet:
Betriebsmodell und Datensouveränität
KI-Governance: Unterstützt die Plattform Bring Your Own Model und lässt sich KI vollständig deaktivieren?
Native Abdeckung von Ticketing und Wissensmanagement
Migrationstools und Vendor Lock-in
Sicherheitszertifizierungen auf Produktebene – nicht nur auf Ebene der Hosting-Infrastruktur
Preisgestaltung
Das folgende Ranking gewichtet standardmäßige Datensouveränität und Full-Stack-Abdeckung am stärksten. Denn genau diese beiden Aspekte lassen sich nicht durch ein Label in einer Vergleichstabelle überprüfen – und viele Käufer entdecken die tatsächlichen Einschränkungen erst nach Vertragsabschluss.
Wo wir eine Aussage anhand einer öffentlichen Quelle überprüfen konnten (etwa einer Preisseite, einem G2-Eintrag oder der Dokumentation des jeweiligen Anbieters), haben wir sie belegt. Wo das nicht möglich war, haben wir das ausdrücklich erwähnt, statt zu spekulieren.
Dieser Beitrag ist bewusst als Einstiegspunkt gedacht: ein Vergleich aller sechs Plattformen auf einmal. Für eine detaillierte Gegenüberstellung einzelner Funktionen und Fähigkeiten verlinkt jede der folgenden Alternativen auf eine eigene, ausführliche Vergleichsseite.
1. sovara

sovara ist die souveräne Alternative zu Jira und Confluence von rready: ein Datenmodell, eine Admin-Konsole und eine Lizenz für Ticketing und Wissensmanagement.
Besondere Stärken:
Bereitstellung als SaaS, Private Cloud oder vollständig On-Premises über Docker/Kubernetes – das Betriebsmodell wird vom Kunden gewählt. Die Plattform ist cloud-agnostisch und kann auf AWS, Google Cloud, Swisscom Cloud, Abraxas sowie inzwischen auch STACKIT und IONOS betrieben werden. EU- und souveräne Infrastruktur ist in allen drei Bereitstellungsmodellen möglich, nicht nur On-Premises. Der Datenstandort wird unabhängig vom gewählten Anbieter vertraglich auf die EU oder die Schweiz festgelegt.
Native KI-Agenten für Entwürfe, Zusammenfassungen und Reporting. Jede Funktion kann gegen einen vom Kunden gewählten Endpoint konfiguriert werden – etwa ein selbst gehostetes Modell, einen eigenen OpenAI-kompatiblen API-Key oder auch ganz ohne KI.
ISO/IEC 27001:2022-zertifiziert und auf Produktebene nach BSI C5 attestiert.
Migrationsgarantie für Standard-Jira-Konfigurationen wie Tickets, Workflows, Automatisierungen und die Kernkonfiguration. Wenn die Migration nicht wie vereinbart funktioniert, wird der Betrag erstattet. Die Garantie basiert auf sechs in sieben Monaten abgeschlossenen Enterprise-Migrationen, darunter ein Projekt mit mehr als 210.000 Datensätzen.
Exit-Garantie: vollständiger Workspace-Export über REST oder CLI in offenen Formaten wie Markdown und JSON. Der Quellcode wird zusätzlich bei einem unabhängigen Dritten im Escrow hinterlegt.
Wo noch Nachholbedarf besteht:
Live-Co-Editing steht auf der Roadmap, ist aber noch nicht verfügbar.
Es gibt keinen App-Marktplatz, der mit dem von Atlassian vergleichbar wäre. Integrationen erfolgen stattdessen über native Connectoren, REST und MCP.
Die Migrationsgarantie für „Standardkonfigurationen“ umfasst keine Marketplace-Apps, keinen kundenspezifischen Code, keine komplex verschachtelten Berechtigungsschemata über verschiedene Geschäftsbereiche hinweg sowie keine SSO-/SCIM-Provisionierung, die an einen bestehenden Identity Provider gekoppelt ist. Diese Anforderungen werden separat bewertet und angeboten, statt automatisch als Teil der Migration vorausgesetzt zu werden.
Preisgestaltung: Unternehmensweite Lizenz unabhängig von der Anzahl der Nutzer. Interne und externe Nutzer werden unter einer Vereinbarung abgedeckt, statt pro Nutzer abgerechnet zu werden.
2. OpenProject

OpenProject ist Deutschlands Antwort auf Jira: Open Source unter der GPLv3-Lizenz, mit Hauptsitz in der EU und einer in Frankfurt gehosteten Enterprise Cloud. Für Käufer, denen sowohl „europäisch“ als auch „Open Source“ wichtig ist, gehört OpenProject zu den wahrscheinlichsten Kandidaten. Beim Kern des Projektmanagements liegt der Vergleich zwischen OpenProject und Jira so nah beieinander, dass meist nicht die Funktionen, sondern die Migrationstools den Ausschlag geben.
Besondere Stärken:
Hierarchische Work Packages, Gantt-Zeitpläne, Portfolioansichten, Zeiterfassung und Kostenreporting – alles nativ integriert.
Volle Datenhoheit ohne Vendor Lock-in: Self-Hosting On-Premises über Docker, Kubernetes oder DEB-/RPM-Pakete oder Nutzung der EU-gehosteten Cloud-Version.
Echtzeit-Co-Editing mit Live-Cursors im Documents-Modul seit Version 17.0.
Ein MCP-Server seit Version 17.2, der externe LLMs mit einem Privacy-First-Ansatz anbinden kann.
Wo OpenProject Schwächen hat:
Der offizielle Jira Migrator wurde mit Version 17.4 im Mai 2026 eingeführt und in den Versionen 17.5 und 17.6 um weitere Felder erweitert. Er befindet sich jedoch weiterhin in der Beta-Phase, unterstützt nur Jira Server und Data Center – nicht Jira Cloud – und einen Confluence-Importer gibt es weiterhin nicht.
Keine ISO-27001-, SOC-2- oder BSI-C5-Zertifizierung auf Produktebene.
Noch keine ausgereifte native KI-Unterstützung für die Erstellung von Inhalten. Der MCP-Server ermöglicht die Anbindung externer LLMs, ersetzt aber keinen integrierten KI-Assistenten.
Das native Wiki ist projektbezogen und keine eigenständige Wissensdatenbank wie Confluence. Als Lösung bietet OpenProject ein kostenpflichtiges Enterprise Add-on, das mit Version 17.6 im Juli 2026 eingeführt wurde und Work Packages mit einer separaten XWiki-Instanz verknüpft. Eine integrierte, eigenständige Wissensdatenbank entsteht dadurch nicht – zwei Systeme müssen weiterhin betrieben und administriert werden.
Preisgestaltung: Cloud-Tarife starten bei ca. 5,95 € pro Nutzer und Monat im Basic-Tarif und steigen bis ca. 15,95 € für Premium, bei mindestens fünf Nutzern. Die selbstgehostete Community-Edition ist kostenlos. Enterprise On-Premises erfordert eine Lizenzgebühr pro Nutzer für Support und erweiterte Funktionen.
Die vollständige Gegenüberstellung finden Sie im detaillierten Vergleich zwischen sovara und OpenProject.
3. easy8

easy8 (entwickelt von Easy Software in Prag) positioniert sich als vollständiger Ersatz für den Atlassian-Stack: Tickets, Wiki, agile Boards und native KI-Assistenten in einem Produkt. Neben der globalen Cloud gibt es eine EU Sovereign Cloud.
Besondere Stärken:
Vollständige native Abdeckung mit Scrum- und Kanban-Boards, Backlog, Gantt und Global Gantt, Ressourcenmanagement, Projektkosten- und Budgetverfolgung sowie einem auf MediaWiki basierenden Wiki.
Native „Easy AI“-Assistenten für Helpdesk, Wissensdatenbank und Projektplanung.
Zertifizierungen nach ISO 27001, 27017, 9001 und 42001, dem Standard für KI-Managementsysteme.
Natives Jira-Importtool sowie ein Katalog mit mehr als 1.000 vorgefertigten Connectoren durch die n8n-Partnerschaft – direkt verfügbar umfangreicher als bei den meisten Alternativen auf dieser Liste.
Wo easy8 Schwächen hat:
Die öffentliche Cloud nutzt auch Regionen in den USA und Kanada. Souveränität ist mit der EU Sovereign Cloud eine konfigurierbare Option, aber nicht der Standard.
Keine SOC-2- oder BSI-C5-Zertifizierung. Der Status von SCIM und Audit Logs konnte öffentlich nicht eindeutig verifiziert werden.
Das nutzerbasierte Preismodell mit mindestens zehn Cloud-Nutzern beziehungsweise 25 Nutzern bei On-Premises bedeutet, dass die Kosten direkt mit der Anzahl der Nutzer steigen – einschließlich externer Nutzer.
Preisgestaltung: Essentials für 6,90 €, Business für 13,90 € und Platform für 25,90 € pro Nutzer und Monat. Wiki-, Asset-Management- und CRM-Module werden als separate Add-ons berechnet.
Die vollständige Gegenüberstellung findest du im detaillierten Vergleich zwischen sovara und easy8.
4. YouTrack

YouTrack ist der Issue Tracker von JetBrains und eine naheliegende Wahl für Teams, die bereits IntelliJ, TeamCity oder andere JetBrains-Tools einsetzen. Im Februar 2026 wurde ein Rechenzentrum in Frankfurt für Kunden mit Anforderungen an EU-Datenresidenz hinzugefügt.
Besondere Stärken:
Eine JavaScript-basierte Workflow-Engine mit Guard-, Action- und Requirement-Regeln sowie No-Code- und Skripting-Optionen für Automatisierungen.
Nativer Jira- und Confluence-Import für Cloud- und selbstgehostete Instanzen. Bietet vollständigen Datenbankexport und einen bidirektionalen Cloud-to-Server-Migrationspfad. Damit bietet YouTrack einige der stärksten Migrationstools auf dieser Liste.
Volltextsuche, eine JQL-ähnliche Abfragesprache, gespeicherte Suchanfragen und integrierte Reports wie Burndown, Flow und Distribution.
Bereitstellung sowohl als Cloud-Lösung auf AWS als auch selbst gehostet.
Wo YouTrack Schwächen zeigt:
Echtzeit-Co-Editing für mehrere Nutzer gleichzeitig ist noch nicht verfügbar und steht auf der Roadmap.
Der KI-Assistent wird über OpenAI oder Google in der Cloud bereitgestellt. Eine Bring-Your-Own-Key-Option gibt es nicht.
Portfolio-, Ressourcen- und Budgetplanung sind im Vergleich zu spezialisierten PMO-Tools weniger umfassend.
Keine bestätigte BSI-C5-Attestierung. Die SOC-2-Abdeckung für Version 2023.2 ist der Umfang der unabhängigen Zertifizierung.
Preisgestaltung: Kostenlos für Teams bis zu 10 Nutzern. Darüber liegen die Kosten je nach monatlicher oder jährlicher Abrechnung bei rund 4,50 € bis 5,40 € pro Nutzer und Monat. Mit wachsender Teamgröße sinkt der effektive Preis pro Nutzer.
Die vollständige Gegenüberstellung finden Sie im detaillierten Vergleich zwischen sovara und YouTrack.
5. XWiki

XWiki ist eine Open-Source-Wiki-Plattform unter der LGPL-Lizenz mit einem ausgereiften Editor: Live-Co-Editing ist standardmäßig verfügbar und kein bloßer Roadmap-Punkt. Das Erweiterungsökosystem umfasst mehr als 900 Add-ons.
Besondere Stärken:
CKEditor-basierter WYSIWYG-Editor mit Echtzeit-Co-Editing, Inline- und Thread-Kommentaren sowie Versionshistorie mit Vergleichsfunktion – alles standardmäßig verfügbar.
Mehr als 900 Erweiterungen und ein „App Within Minutes“-Builder für einfache individuelle Anwendungen ohne Programmierung.
Ein dedizierter Confluence Migrator in einer kostenlosen und einer Pro-Version sowie Exporte in offene Formate wie XAR, PDF, ODT, HTML und XML, wodurch Vendor Lock-in gering bleibt.
Self-Hosting On-Premises oder Nutzung von XWiki Cloud, gehostet bei OVHcloud in Frankreich.
Wo es Schwächen zeigt:
Keine nativen agilen Boards, Sprints oder Backlogs. Das OpenProject Enterprise Add-on, das mit Version 17.6 im Juli 2026 veröffentlicht wurde, kann XWiki-Seiten mit OpenProject Work Packages verknüpfen. Dabei handelt es sich jedoch um eine Integration zwischen zwei getrennten Systemen und nicht um agile Funktionen, die direkt in XWiki integriert sind.
Der offizielle KI-Assistent befindet sich weiterhin in der Beta-Phase, die im Oktober 2024 gestartet wurde. Bring-Your-Own-LLM wird unterstützt, die Möglichkeiten für autonome Agenten sind jedoch noch begrenzt.
ISO 27001 deckt nur die Hosting-Infrastruktur ab, nicht das Produkt selbst. Zudem gibt es keine SCIM-Unterstützung.
Preisgestaltung: Die Cloud-Tarife liegen je nach Plan bei rund 1,74 € bis 2,94 € pro Nutzer und Monat. Die Kernsoftware, Erweiterungen und die Open-Source Community Edition sind unter der LGPL kostenlos verfügbar.
Die vollständige Gegenüberstellung finden Sie im detaillierten Vergleich zwischen sovara und XWiki.
6. Phonemos

Phonemos ist eine in der Schweiz betriebene Plattform mit Fokus auf semantische KI-Suche. Neben der Swiss-/EU-gehosteten Cloud von linkyard ist auch ein vollständiger On-Premises-Betrieb möglich – außerhalb der Reichweite des US CLOUD Act.
Besondere Stärken:
Semantische KI-Suche über Bereiche, hierarchische Seitenstrukturen und Metadatentabellen hinweg – die zentrale Stärke der Plattform.
Nativer MCP-Server für den Zugriff durch KI-Agenten sowie integrierte DeepL-Übersetzung.
Schweizer Betrieb der Infrastruktur mit Unterstützung für 2FA und FIDO2.
Importfunktionen für Confluence Data Center und Cloud, Jira Data Center, SharePoint und Azure DevOps sowie offene Exportformate.
Wo Phonemos Schwächen zeigt:
Keine Epic-Hierarchie sowie keine native Sprint- oder Backlog-Struktur. Das Kanban-Board befindet sich laut Produktinformationen weiterhin in Entwicklung. Deshalb integriert Phonemos externe Jira- oder YouTrack-Instanzen, anstatt agile Tools vollständig zu ersetzen.
Workflows sind weiterhin als „Coming Soon“ angekündigt. Ein ausgereifter No-Code-Regel-Builder ist noch nicht verfügbar.
Keine Webhooks und kein Plugin-Marktplatz. Auch das Reporting ist vergleichsweise eingeschränkt – es gibt keine JQL-ähnlichen Abfragen und keine individuellen Diagramme.
Der Status von SCIM, SOC 2 und BSI C5 konnte in der öffentlichen Dokumentation nicht verifiziert werden.
Preisgestaltung: Phonemos kombiniert nutzerbasierte Preise mit einer monatlichen Grundgebühr: Team kostet 3 CHF pro Editor plus 50 CHF Grundgebühr, Business 5 CHF plus 100 CHF. Viewer zahlen 1 CHF pro Monat. Enterprise wird individuell bepreist und ist die einzige Option für On-Premises, individuelle Verträge und Integrationen.
Die vollständige Gegenüberstellung finden Sie im detaillierten Vergleich zwischen sovara und Phonemos.
Was ist die beste europäische Alternative zu Jira und Confluence?
Das hängt von den konkreten Anforderungen ab. Ein Team, das primär ein souveränes Wiki sucht und bereits ein gutes Projekt-Tool nutzt, fährt eventuell mit der Kombination aus XWiki und OpenProject am besten. Allerdings müssen dann zwei Systeme verwaltet werden: Zwei Anbieter, zwei SSO-Konfigurationen und zwei Orte für Berechtigungen.
Für Teams mit starker eigener DevOps-Expertise, die bereits JetBrains-Tools nutzen, könnte der Migrationspfad von YouTrack der einfachste Weg sein.
Teams, die native KI nutzen wollen, ohne auf Datensouveränität zu verzichten, und Jira sowie Confluence in einem einzigen Produkt ersetzen möchten, haben nur wenige Optionen. Genau diese Lücke schließt sovara.
sovara: Die kompletteste Alternative zu Jira und Confluence
sovara zwingt Käufer nicht dazu, zwischen Datensouveränität und KI oder zwischen Ticketing und Wissensmanagement zu wählen. Die rready AG ist in Zürich gegründet und im Schweizer Handelsregister eingetragen. In der Eigentümerstruktur gibt es keine US-amerikanische Konzernmutter.
Der Datenstandort wird vertraglich auf die EU oder die Schweiz festgelegt – unabhängig davon, auf welchem cloud-agnostischen Anbieter eine Installation betrieben wird. KI wird für einzelne Funktionen gegen einen vom Kunden gewählten Endpoint konfiguriert, anstatt standardmäßig durch den Anbieter vorgegeben zu werden. Gleichzeitig laufen Arbeitsverfolgung und Dokumentation über ein gemeinsames Datenmodell, eine Administrationsoberfläche und eine Lizenz.
Um diese Angaben unabhängig von Herstellerversprechen zu prüfen, hat rready die Funktionen von sovara direkt mit den offiziellen Anforderungskatalogen (RFI/RFP) von Atlassian für Jira und Confluence abgeglichen: 207 von 271 Anforderungen werden erfüllt – darunter 89 % der Funktionen, die Atlassian beim Wechsel von Server zu Cloud gestrichen hat.
Dieser Benchmark ist der richtige Ort, um die hier gemachten Aussagen zu überprüfen. Unabhängig davon, welche Plattform am Ende für eine bestimmte Umgebung die richtige ist: Der Vergleich, dem man vertrauen sollte, ist derjenige, der gegen die tatsächlichen Anforderungen dieser Umgebung durchgeführt wurde – nicht gegen die Zusammenfassung eines Anbieters. Auch nicht gegen diese.
Den vollständigen, funktionsbasierten Vergleich finden Sie unter sovara vs. Jira & Confluence.
FAQ
Sind europäische Alternativen zu Jira und Confluence standardmäßig DSGVO-konform?
Die meisten positionieren sich als DSGVO-konform, doch Compliance hängt von mehr ab als vom Standort der Server. Prüfen Sie, wo die Konzernmutter des Anbieters ansässig ist – denn die Reichweite des CLOUD Act folgt dem Unternehmen, nicht dem Serverstandort –, ob KI-Funktionen Daten außerhalb der EU verarbeiten und ob vorhandene Zertifizierungen für genau das Bereitstellungsmodell gelten, das Sie einsetzen möchten.
Was passiert nach 2029 mit Jira Data Center?
Das End-of-Life von Jira Data Center steht bereits fest: Atlassian hat am 30. März 2026 den Verkauf neuer Abonnements eingestellt. Bestehende Kunden können noch bis zum 30. März 2028 verlängern. Am 28. März 2029 enden Support, Downloads und Verlängerungen vollständig. Danach wechselt das Produkt in einen reinen Read-only-Modus.
Kann ich eine europäische Alternative zu Jira und Confluence selbst hosten?
Mehrere Plattformen bieten diese Möglichkeit. OpenProject und XWiki sind Open Source und können On-Premises betrieben werden. easy8 bietet eine On-Premises-Bereitstellung über Docker, und sovara unterstützt neben Private Cloud und SaaS auch einen vollständigen On-Premises-Betrieb. Jira Cloud bietet keine Self-Hosting-Option. Jira Data Center kann zwar selbst betrieben werden, verliert jedoch 2029 seinen Support.
Unterstützen europäische Jira-Alternativen KI wie Atlassians Rovo?
Nicht in gleichem Umfang. Bei den meisten befindet sich native KI für die Erstellung von Inhalten noch in der Beta-Phase oder auf der Roadmap. Für Käufer mit Fokus auf Souveränität ist jedoch nicht allein der Reifegrad der KI entscheidend. Die wichtigere Frage ist, ob die KI Bring-Your-Own-Model unterstützt und vollständig deaktiviert werden kann. Mehrere Alternativen – ebenso wie Rovo in Jira Cloud – bieten diese Möglichkeiten nicht.
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