Wie BMW sein Ideenmanagement
mit KI neu aufstellt
Der Weg zur AI-native-Plattform für über 130.000 Mitarbeitende
Über BMW
Branche
Automobil & Mobilität
Mitarbeitende
ca. 154.500
Hauptsitz
München, Deutschland
Umsatz
133,453 Milliarden €
Die BMW Group ist ein weltweit führender Premium-Hersteller von Automobilen und Motorrädern mit den vier Marken BMW, MINI, Rolls-Royce und BMW Motorrad. Das Unternehmen ist in über 140 Märkten aktiv und setzt konsequent auf Premium-Mobilität, technologische Innovationen und nachhaltige Lösungen.
Einleitung
Genau hier setzen die Lösungen von rready an.
Am Beispiel der Zusammenarbeit mit der BMW AG zeigt sich, wie KI-natives Ideenmanagement die Hürden auflöst, an denen klassische Systeme oft scheitern.

Die Herausforderung
Die Anforderungen an modernes Ideenmanagement sind insbesondere in global agierenden Unternehmen hoch: internationale Teams, unterschiedliche Sprachen und komplexe Organisationsstrukturen erfordern effiziente Prozesse zur Einreichung, Bewertung und Weiterleitung von Ideen.
Vor diesem Hintergrund wurde geprüft, wie sich das bestehende Ideenmanagement bei der BMW AG durch den gezielten Einsatz von KI weiterentwickeln und zukunftsfähig gestalten lässt.
Mehrsprachigkeit
Ideeneinreichungen über alle internationalen Standorte hinweg, nicht nur auf Deutsch.
Intelligente Weiterleitung
Der direkte Weg zur passenden Bewertungsstelle in einer Organisation mit rund 7.000 Arbeitsgruppen.
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Höhere Eingangsqualität
Hilfestellung beim Einreichen, damit Ideen klar und vollständig in den Prozess gelangen.
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KI von Grund auf
KI als nativer Bestandteil der Architektur, nicht als nachträglicher Aufsatz.
Ein begeisterndes Erlebnis
Mitwirken, das sich nach kreativer Arbeit anfühlt, nicht nach Verwaltungsaufwand.
Die Suche nach dem richtigen Partner
Für die Weiterentwicklung des Ideenmanagements bei der BMW AG wurde ein modernes, KI-natives System benötigt. Die Anforderungen waren bewusst anspruchsvoll definiert. Das System sollte den etablierten Ideenmanagement-Prozess vollständig abbilden und dabei sehr unterschiedliche Nutzergruppen im Unternehmen bedienen
Die ausschlaggebende Anforderung war jedoch der Reifegrad der KI-Integration: Das System musste künstliche Intelligenz nativ in jede Phase des Prozesses einbinden, um die Einreichung, Validierung und Implementierung von Ideen nachhaltig zu optimieren.
Warum rready: eine Roadmap mit Impact
Im Zentrum des Auswahlprozesses stand nicht eine Funktionscheckliste, sondern die Erkenntnis, dass Ideenmanagement im Kern von der Arbeit mit Text geprägt ist: Ideen müssen formuliert, strukturiert, übersetzt und über Tausende von Einreichungen hinweg konsistent verglichen werden. Für Dr. Ulrich Stephany, Leiter Ideenmanagement bei der BMW AG, zeigte das, wo KI zuerst Mehrwert schaffen würde; und wurde zum Maßstab für jeden potenziellen Partner.
Je länger die Gespräche andauerten, desto konkreter wurde der Ansatz von rready. Entscheidend war die Fähigkeit, kundenseitig konfigurierbare KI-Assistenten bereitzustellen; eine Anforderung, die rready erfüllen konnte und die zeigte, dass sich der Anspruch, KI nativ in jeden Prozessschritt einzubinden, umsetzen ließ. Daraufhin entstand das Ideenmanagement Programm, SPARK.


Auf BMW SPARK ist die KI entlang einer bewussten Architektur in das System eingebettet. Sie begegnet den Einreichenden zuerst im Moment der Ideenentstehung und bietet dann Unterstützung, während die Idee verfeinert, weitergeleitet und bewertet wird. Ein zentrales Prinzip gilt auf jeder Ebene: Die KI berät, die endgültige Entscheidung treffen die Menschen.

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Feldspezifische KI
Diese KI-Funktionen sind direkt in den Einreichungsprozess integriert. Sie werden bei Bedarf aktiviert und wirken auf die Eingabefelder des Arbeitsschrittes, an dem gerade gearbeitet wird. Ihre Aufgabe ist es, die Qualität dessen zu erhöhen, was in den Prozess gelangt.
Genau das lässt die Benutzeroberfläche von SPARK weniger wie ein auszufüllendes Formular wirken und mehr wie einen assistierten, hochwertigen Workflow.
Text-KI
Ein speziell auf die BMW AG optimierter Schreibassistent, der Grammatik, Verständlichkeit und professionelle Formulierungen unterstützt – einschließlich des Verfassens in der Muttersprache des Nutzenden.
Bild-KI
Erzeugt eine visuelle Darstellung einer Idee in einem definierten Stil, ohne dass die Benutzeroberfläche verlassen werden muss.
Prompt- und Einstiegsvorschläge
Von Administratoren kuratierte Prompts und aus FAQs abgeleitete Ausgangspunkte senken die Einstiegshürde, während die freie Texteingabe weiterhin möglich bleibt.
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Die feldgebundene KI verbessert die Ideen, die in den Funnel gelangen. Doch die anspruchsvollste Arbeit in jedem Ideenmanagement-System fällt danach an: ihre Qualität zu beurteilen, sie an die richtigen Personen weiterzuleiten, zu entscheiden, was weiterverfolgt wird, und zu erkennen, was wirklich neu ist.
An diesem Punkt setzen die KI-Assistenten von SPARK an.
Die Assistenten befassen sich mit der Idee selbst. Jeder Assistent analysiert eine spezifische Idee in einem bestimmten Prozessschritt und liefert eine Einschätzung oder Empfehlung. Er deckt Schwachstellen auf, schlägt Zielstellen vor und weist auf Neuheitswert hin. Die Assistenten sind bewusst beratend ausgelegt: eine gezielte Leitplanke, die den Prozess im Unternehmensmaßstab steuerbar hält.
Das Ergebnis ist ein Review-Prozess, der mit dem Volumen skaliert. Über Tausende von Gutachterinnen und Gutachtern und rund 7,000 mögliche Arbeitsgruppen hinweg halten die KI-Assistenten die Bewertungsqualität konstant, beschleunigen Entscheidungen und schärfen die Priorisierung – genau an jenen Stellen, an denen Innovationsprozesse in Großunternehmen oft ins Stocken geraten.
Die Assistenten erfüllen vier Aufgaben:
Drei Coaches helfen vor der Einreichung:
Idea Coach
Schärft Nutzen und Machbarkeit (und liefert einen Startpunkt, wenn das Eingabefeld noch nicht eingefüllt ist).
Creativity Coach
Denkt über das Naheliegende hinaus.
Solution Finder
Führt vom Problem zum konkreten Lösungsvorschlag.
Ideas Partner
Markiert Schwachstellen, bevor eine Idee weiterläuft.
Plausibility Check
Prüft Aussagen und Annahmen, bevor sie Prüfzeit kosten.
Assistent für Fachprüfung und Bewertung
Strukturiert die technische und wirtschaftliche Beurteilung, sodass sich Ideen über Tausende Begutachterinnen und Begutachter hinweg vergleichbar bewerten lassen.
Department Suggestion Agent
Liest die Idee, gleicht sie mit den Abteilungsbeschreibungen ab und empfiehlt die passende Stelle zur Ideenbewertung.
Similarity Detection
Prüft jede Einreichung gegen den Bestand und markiert Überschneidungen mit einem maßgeschneiderten, KI-generierten Vergleich. Dabei unterscheidet sie echte Doppelgänger von inhaltlich ähnlichen Ideen.
Patentrelevanz-Indikator (patent-relevance indicator)
Zeigt früh Hinweise auf Patentierbarkeit – so gelangen die originellsten Ideen zuerst in die Weiterentwicklung.
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Übergreifende Prozessintelligenz
Weitere KI-Assistenten durchziehen die gesamte Plattform, senken Reibung und beschleunigen den Durchlauf der Ideen.
Chatbot
Regel- und Betriebsvereinbarungs-Assistent
Sprachagnostische Suche und Übersetzung
Das Suchfeld akzeptiert jede beliebige Sprache und übersetzt Ideen in Echtzeit – ein Suchbegriff findet passende Ideen also auch sprachübergreifend.
Ideen in jeder Sprache
Resultate
Seit dem Pilotstart haben drei aufeinanderfolgende Studien die Entwicklung von BMW-SPARK begleitet. Schon in diesem kurzen Zeitraum zeigt sich eine klare Reifung: von anfänglich geringer Nutzung und Akzeptanz hin zu einem differenzierten Verständnis dafür, wie KI-gestützte Ideenfindung funktioniert und wo sie Mehrwert schafft.
1. Operative Wirkung
KI unterstützt an den Stellen, die für Verzögerungen bekannt sind: beim Formulieren einer Idee, beim Bewerten, beim Einordnen, beim Weiterreichen. Sie hilft, bevor eine Idee abgeschickt wird, und unterstützt weiter, während diese den Funnel durchläuft.
Entscheidend war dabei das Wie: Die Funktionen wurden nutzerfreundlich an die relevanten Stellen im bestehenden Workflow eingebaut und ihm nicht nur als zusätzliche Ebene aufgesetzt. Was anfangs kaum genutzt wurde, ist heute fester, wertschöpfender Bestandteil des operativen Ideenmanagements.
Auf die Ideen selbst wirkt die KI über die Qualität, und über Bandbreite. Vor dem Rollout teilte das Team eine Sorge: dass generative KI zu immer denselben Antworten drängen und die Vielfalt der Ideen einengen würde. Eine frühe Studie einer externen Einrichtung stellte das Gegenteil fest: Mit verfügbarer KI nahm die Vielfalt der Einreichungen eher zu als ab, und Ideen wurden in der ersten Prüfstufe seltener abgelehnt. Statt Ideen zu vereinheitlichen, scheint die KI sie zu erweitern.
Aus 45 Minuten wird ein Klick
2. Akzeptanz und Einführung
Die Einführung von SPARK bei BMW zeigt: Die Akzeptanz von KI-Anwendungen verläuft selten linear. Direkt nach dem Launch lief die KI-Akzeptanz langsamer als gedacht. Erwartet hatte man eine fast sofortige Annahme; in der Praxis (besonders in der Produktion) nahmen viele die KI zunächst gar nicht wahr oder betrachteten sie eher skeptisch.
Erst durch iterative UX- und UI-Anpassungen, individuellen Coachings und einem gezielten Kulturwandel, gelingt die Wende.
Dieser Prozess zeigt sehr gut, dass Technologie allein keine Verhaltensänderung auslöst. Die KI sichtbarer zu machen, erforderte gezielte Maßnahmen: Neben mehreren Designanpassungen, wurden auch wöchentliche Sprechstunden etabliert, um die Ideengebererinnen und Ideengeber schrittweise an die KI-Anwendungen heranzuführen.
Das Kernerkenntnis: Erst die Befähigung macht aus einem fähigen System ein genutztes. Die ersten Erfahrungen zeigen: Wer die KI einmal für sich entdeckt hatte, blieb auch dabei. Aus der ersten Neugier wurde schnell Routine, und es entwickelte sich eine feste Nutzerschaft. Für sie gehört die KI-Unterstützung beim Einreichen und Ausarbeiten nun ganz selbstverständlich zum Arbeitsalltag.
3. Wirkung in Zahlen
In den ersten vier gemessenen Monaten steckte hinter fast jeder zweiten Idee aktiver KI-Einsatz – 47,9 %. Rund ein Viertel aller Ideengeberinnen und Ideengeber (25,5 %) griff dabei zu mindestens einer KI-Funktion. Das zeigt: Die Nutzung passiert bewusst. Die Mitarbeitenden triggern die Funktionen selbst und setzen die KI aktiv als Tooling ein.
Dieser Wandel geschah nicht von heute auf morgen. Direkt nach dem Go-live kam KI gerade mal bei einem Drittel der Ideen zum Einsatz. Das zeigt, wie wichtig die anfängliche Aufklärung und Befähigung des Teams waren. Danach nahm die Nutzung jedoch schnell Fahrt auf: Zwischen November 2025 und Februar 2026 wuchs die aktive Nutzung der Text-KI um 131 % (gemessen an den Anwendungsfällen) und die Zahl der Nutzenden um 127 %. Die Bildgenerierung legte sogar um 297% zu.

Neben diesen sichtbaren, aktiven Interaktionen läuft im Hintergrund eine noch viel größere KI-Ebene vollautomatisch ab. Übersetzungen und Dublettenprüfungen werden automatisiert durchgeführt, um die Bearbeitung internationaler Ideen und die Vermeidung von Doppelarbeit zu unterstützen.
Zusammen erzählen beide Ebenen dieselbe Geschichte aus zwei Blickwinkeln: Die sichtbare, von den Nutzenden ausgelöste Aktivität zeigt Mitarbeitende, die sich aktiv für KI als Teil ihrer Arbeitsweise entscheiden; die automatisierte Ebene zeigt KI, die in einem Maßstab arbeitet, den kein früheres System und kein früherer Prozess je erreichen konnte. Was als zusätzliche Funktion eingeführt wurde, hat sich zu einem festen Bestandteil des Ideenmanagement-Prozesses entwickelt.
Für die BMW AG war die KI-Akzeptanz nur der erste Meilenstein. Ab hier geht es um Tiefe, nicht nur um Nutzeradoption. Die Weiterentwicklung der KI im Ideenmanagement wird über ein vierstufiges Modell gesteuert. Dieses fungiert als eine Roadmap, die zugleich die Richtung der gemeinsamen Roadmap mit rready vorgibt.
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Stufe 1: Verfügbar
Die KI-Assistenten existieren; Nutzende finden sie, aktivieren sie und geben ihnen Anweisungen (Prompts).
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Die KI-Assistenten laufen automatisch im richtigen Schritt des Workflows ins Spiel. Das spart den Dreischritt „finden, aktivieren, anweisen“. KI taucht dann auf, wenn sie nützlich ist.
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Stufe 3: Dialogbasiert
Das Formular als Eingabemaske entfällt. Nutzende beschreiben ihre Idee im freien Gespräch; die KI strukturiert das Gesagte im Hintergrund in die richtigen Felder, und die Fähigkeiten der einzelnen Assistenten sind nahtlos in den Dialog eingewoben, statt als getrennte Funktionen im Formular zu erscheinen.
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Stufe 4: Integriert / Vernetzt
KI, die über Unternehmenssysteme hinweg reicht. Ein unternehmensweiter Copilot (oder ein gleichwertiges System) erhält über APIs Zugang zu SPARK, kann den Kontext einer Idee lesen, verwandte Projekte sichtbar machen und teamübergreifend Fachleute vorschlagen. Dies würde ein vollständig integriertes System ermöglichen.
Langfristig liegt der Fokus auf einer stärkeren Integration von KI in die einzelnen Prozessschritte des Ideenmanagements. Sie ist das aktuelle Ambition Level. Konkret, greifbar und nah an der ursprünglichen Vision. Daraufhin folgt Stufe 4: die nahtlose Integration in das gesamte KI-Ökosystem des Unternehmens. Smarte Assistenzsysteme lesen dann den Kontext einer Idee mit und verknüpfen sie systemübergreifend mit verwandten Projekten und den richtigen Fachleuten in der gesamten Organisation.
Die Transformation des Ideenmanagements der BMW Group zeigt, wie KI menschliche Kreativität fördern kann, statt sie zu ersetzen. Die Verbindung von Mensch und künstlicher Intelligenz schafft völlig neue Möglichkeiten, die weder Mitarbeitende noch Technologie allein erreichen könnten.
Ein entscheidender Erfolgsfaktor war die Erkenntnis, dass die Befähigung der Mitarbeitenden denselben Stellenwert haben muss wie die technische Umsetzung. Statt einer reinen Software-Einführung wurde die Transformation zu einem gemeinsamen Lernprozess von Technologie, Prozessen und Menschen.
Dies ist das Fundament einer erfolgreichen KI-Transformation: Nicht die Technologie allein entscheidet, sondern das Zusammenspiel aus intelligenten Systemen und befähigten Mitarbeitenden, die gemeinsam nachhaltige Wirkung erzielen.
