5 Dinge, die für ein erfolgreiches Coaching von Intrapreneuren entscheidend sind - Entwicklung der unternehmerischen Denkweise

Unsere erfahrenen und kompetenten zertifizierten KICKBOX-Coaches Emilie, Roman und Michael haben fünf hilfreiche und bewährte Tipps für die Unterstützung von Intrapreneuren bei ihren ersten Schritten zusammengestellt. Die KICKBOX-Coaches unterstützen Kickboxende in großen Unternehmen rund um den Globus bei ihren Projekten. Lasse uns diese großartige Gelegenheit nutzen, um zu lernen und eine Menge Know-how auszutauschen. Schau dir an, was sie empfehlen.

Es ist wichtig, dass man überhaupt anfängt, etwas zu tun. Oder wie Simon Sinek es ausdrückte: "Dream big. Start small. But most importantly start." Das ist es, was wir einem/einer Intrapreneur/-in während des Projekts vermitteln möchten. Es steht außer Frage, dass die strategische Passung bei Unternehmensinnovationen von großer Bedeutung ist, aber in der Regel reift eine anfängliche Idee und wandelt sich in den ersten zwei Monaten. Eine Idee zu haben, bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie ein bestimmtes, noch nicht erfülltes Kundenbedürfnis abdeckt. Die Fähigkeit, ein bestimmtes Kundenbedürfnis zu definieren, kann ein echter Eckpfeiler sein. Ein Beispiel: Stellen wir uns vor, dass sich ein Projekt von seiner ursprünglichen Idee - einem Wäschesensor, der meldet, wenn die Waschmaschine ihre Arbeit beendet hat - zu einer geschäftsorientierten B2B-"Plug-and-Play"-Analyselösung entwickelt hat. Nun, das ist eine ziemliche Wendung. In diesem Fall besteht deine Aufgabe als Coach darin, dem/der Intrapreneur/-in einige Anregungen für mögliche Richtungsänderungen zu geben. Vermeide es, ihn/sie zu zwingen, die bestehende Idee so zu gestalten, dass sie zum Unternehmen passt. Ein/eine echter/echte Intrapreneur/-in wird immer eine Lösung finden. #peopleoverideas  

 

Töte deine Lieblinge, wenn sie sich nicht bewähren!

Szenario: Du bist ein/eine Sponsor/-in und dein Bauchgefühl sagt dir eindeutig, dass eine bestimmte Idee einen Versuch wert ist. Aber der/die Intrapreneur/-in hat nicht das Zeug dazu, den Heimathafen zu erreichen.

Es dauert einige Monate mit einem Projekt, bevor man jemanden als "fit" genug für einen/eine Intrapreneur/-in einstufen kann. Also bekommt jeder eine Chance. Gestalte die ersten Phasen des Programms in Bezug auf die Unterstützung so schlank wie möglich, damit die Teilnehmenden sowohl die Idee als auch ihre unternehmerischen Fähigkeiten validieren können. Schließlich solltest du nur Initiativen fördern, die von echten Intrapreneuren/Intrapreneurinnen eingereicht werden. Auch wenn eine Idee es wert zu sein scheint, weiterverfolgt zu werden, musst du den Mut haben, ein Veto einzulegen, wenn du siehst, dass die Person, die dahinter steht, die Herausforderung nicht bewältigen kann. Und nein - glaub uns, wir sprechen aus Erfahrung - die Idee in diesem frühen Stadium jemand anderem zu überlassen, funktioniert nicht so gut.

 

Verabschiede dich von der Lösung und beginne mit dem Problem

Szenario: Mein Ziel ist es, eine App zu entwickeln, mit der ich Lebensmittel im Supermarkt scannen kann, um herauszufinden, wie ökologisch sie sind.

Es ist oft zu beobachten, dass ein/eine Intrapreneur/-in ein bestimmtes Projekt mit einer sehr klaren Vorstellung davon beginnt, wie das Endprodukt aussehen und sich anfühlen soll. Sie als Coach ahnen vielleicht, dass es effektivere Wege gibt, als das Pferd beim Schwanz aufzuzäumen. Es gibt zwei Möglichkeiten, mit dieser Situation angemessen umzugehen: 1) Du ratest dem/der Intrapreneur/-in nachdrücklich, die Ausgangsposition zu überprüfen und sie durch Nutzerforschung (Umfragen, Interviews, Sekundärforschung) zu validieren, damit die optimale Lösung auf der Grundlage der gesammelten Erkenntnisse gefunden werden kann. Oder 2), wenn dein Rat, die Lösung aufzugeben, ungehört verhallt, hilf ihm/ihr, einen Prototyp zu bauen. Dieser kann recht schnell scheitern und den/die Intrapreneur/-in auf den Boden der Tatsachen zurückholen, so dass sie schließlich weitermachen können. e: Ihre Aufgabe ist es, Lernen zu ermöglichen - unabhängig vom gewählten Weg. Geben Sie also niemals Ihre Meinung darüber ab, ob Sie die Lösung für gut oder schlecht halten. Denn am Ende wissen Sie es auch nicht.

 

Ja, ein/eine Intrapreneur/-in sollte wirklich die Möglichkeit erhalten, ein strategisches Problem zu lösen

Szenario: Ich denke, dass wir mit einer Änderung unseres Vertriebskanals viel erfolgreicher wären als mit Partner X. 

Manche Projekte haben das Potenzial, eine größere strategische Wirkung zu entfalten als andere. Nun, auf den ersten Blick mag es für eine einzelne Person unmöglich sein, eine zentrale Unternehmensentscheidung zu ändern, vor allem, wenn diese Person noch nicht die Unterstützung der Geschäftsleitung hat. Das heißt aber keineswegs, dass Sie eine bestimmte Idee nicht ausarbeiten können - nur weil dieses Thema technisch zur Aufgabe des Managements gehört. Als Coach ist es wichtig, den/die Intrapreneur/-in dazu anzuhalten, die ersten zwei Monate des Projekts genau zu skizzieren, damit er/sie realistisch einschätzen kann, was möglich ist und was nicht. Dies könnte auch eine großartige Gelegenheit für das Management sein, einen externen und diversifizierten Blickwinkel auf dieses strategische Projekt zu erhalten und den/die Intrapreneur/-in an Bord zu holen. Ja, das gibt es wirklich!


Nein, es ist nicht notwendig, einen funktionalen Prototyp zu haben, um die Marktnachfrage zu testen

Szenario: Es braucht eine funktionale Version dieser AR-Schnittstelle. Sonst kann ich die Benutzerfreundlichkeit nicht mit Kunden testen. Deshalb brauche ich 100k.

Zweifellos ist es immer eine gute Idee, Holz hinter dem Pfeil zu haben. Aber nicht in den ersten Monaten, wenn man eine Idee startet. In dieser Zeit müssen Sie nur sich selbst und Ihren potenziellen Geldgebern beweisen, dass Sie auf eine echte Marktchance gestoßen sind. Sie brauchen also keinen funktionierenden Prototyp. In der Regel ist diese Annahme ein Zeichen dafür, dass die Idee des/der Intrapreneurs/Intrapreneurin zu komplex ist und dass es zu viele Dinge auf einmal zu berücksichtigen gibt. Als Coach solltest du ihnen helfen, diese Komplexität zu erkennen und die Kernelemente der Idee, d. h. das Wertversprechen, herauszuarbeiten. Teste anschließend die Marktnachfrage (durch Smoke-Tests, Interviews usw.). Ein solides Wertversprechen wird mit größerer Wahrscheinlichkeit das erforderliche Budget für den Bau eines funktionalen Prototyps in der Proof-of-Concept (POC)-Phase bereitstellen. Auf diese Weise erklärt, kommt es bei den Intrapreneuren/Intrapreneurinnen in der Regel gut an.